NOW

*

neu ist alles was ich habe 

Johannes Post º Raphael Brunk

VERLÄNGERT BIS ZUM 28.04.2018

16.02.-13.04.2018

Opening Freitag 16.02.18     18.00 - 24.00 

Die Künstler Johannes Post und Raphael Brunk sind beide am Rande der Fotografie unterwegs. Trotz unterschiedlicher ästhetischer und konzeptueller Ansätze findet sich eine gemeinsame Schnittmenge in dem Bestreben Bilder zu schaffen, die in der Realität nicht aufzufinden sind. Ihre Arbeiten lösen beim Betrachter eine Verwirrung aus, bei der sowohl Bildinhalt als auch Produktionsweise gleichermaßen fraglich bleiben. Mit subtilen Irritationen und ungewöhnlichen Blickwinkeln überführen beide das Medium Fotografie in einen Raum, der von einer artifiziellen bis surrealen Bildsprache geprägt zu sein scheint.

Dabei bleiben die Eingriffe stets leise und/oder dem Umfeld so angepasst, dass die Unvereinbarkeit mit dem Realen einem fast zu entgehen droht. Gerade in der -zuweilen humorvoll eingesetzten- Ökonomie des zweiten Blicks findet sich ein gemeinsamer Nenner dieser technisch recht unterschiedlichen Handwerker. Jedoch täuscht der unaufgeregte, fast reservierte Humor nicht darüber hinweg, dass ihre Arbeiten gedrängt sind von einer steten Suche nach Ungesehenem, der sie zu Entdeckern der neuen Bilder werden lässt.

Raphael Brunk sucht nach neuen Formen der Landschafts- und Architekturfotografie im virtuellen Raum. Mit einer weltweit einzigartigen und speziell für ihn entwickelten Technologie fast er virtuelle Architekturen, die nach realen Vorgaben geschaffen worden sind, in neuartige Ensembles und hochauflösende Assemblagen zusammen. Vorlage und Bezugsrahmen für seine Werke sind gegenwärtig stark rezipierte Computerspiele.                     

Die künstlerische Praxis von Raphael Brunk lässt sich als Versuch lesen, reale fotografische Abbilder im digitalen Raum zu schaffen und diese -mit Hilfe zweckentfremdeter Computerprogrammen-zu neuen Bildräumen übersetzen zu lassen.

Johannes Post schafft mit Methoden der Fragmentierung und Selektion analytisch anmutende Einblicke in Bereiche die an Muybridge-artige Aggregatszustände und Bewegungsstudien erinnern. Dabei simuliert er digitale, bildgebende Verfahren mit analogen Methoden, die gerade durch ihre klare und konzeptuelle Strenge zu Abbilder der Irritation mutieren. Ähnlich irritierend sind seine Fensterbilder, die durch Vergrößerungen oder ungewöhnliche Blickwinkel Illusionsräume schaffen, die als solche zunächst erst wahrgenommen werden müssen. Seine Arbeiten sind immer zugleich Verkleidungen, sei es der Raum der sich dadurch in eine Szenerie verwandelt oder das Bild an sich was sich zunächst als etwas anderes ausgibt als es ist. Irritation und Verbindlichkeit treffen in seinen Arbeiten immer wieder aufeinander und so gelingt es Johannes Post eine heterotope Bildsprache zu entwickeln, in denen Konventionsbrüche innerhalb alltäglicher Rahmungen stattfinden.

*

*

Mittwoch bis Samstag 14.00 - 22.00
Photo Weekend Wochenende 11.00 - 24.00

Düsseldorf Photo Woche (19.-25.02)täglich von 11.00 -18.00

W57